Sonntag, 17. Februar 2013

Update nach Umzug

Was ist seit dem letzten Eintrag passiert? Wir sind in den letzten drei Tagen umgezogen bzw. sind immer noch mitten dabei, wenn ich die vielen Möbelteile und Kisten um mich herum so betrachte.

Am vergangenen Montag, also dem Tag der eigentlichen Abnahme, haben wir die Abnahme abgelehnt, da noch reichlich Restarbeiten zu erledigen waren - u.a. fehlte das Galeriegeländer (Stichwort Absturzsicherung...). Diese sind inzwischen aber im Wesentlichen abgearbeitet. Am Freitag wurde das Bauschloss ausgetauscht und nun haben wir eigene Schlüssel. Wir werden deshalb der Firma Brinkmann gegenüber eine Teilabnahme erklären. Eine vollständige Abnahme ist ausgeschlossen, da die Fassadenarbeiten wegen der anhaltend kalten Witterung immer noch nicht abgeschlossen werden konnten.

Der Umzug war anstrengend und es wird auch noch einige Zeit vergehen bis wir im neuen Haus nicht mehr über Möbelteile und Kartons stolpern werden. Aber das ist sicher normal. Um wirklich sagen zu können, dass wir uns im neuen Haus richtig wohlfühlen und "angekommen" sind, ist es deshalb noch etwas früh.

Ein Update mit einem Fazit über die gesamte Bauzeit und die beteiligten Firmen folgt demnächst. Auch aktuelle Fotos werde ich schnellstmöglich nachliefern. Im Moment weiß ich nicht, wo unsere Kamera ist und noch weniger, wo sich das dazugehörige USB Kabel befindet, um die Fotos dann auf den PC ziehen zu können....

Donnerstag, 7. Februar 2013

Noch 4 Tage bis zur Übergabe

Gestern haben wir im Leben nicht daran geglaubt, dass die Innenarbeiten bis Montagmorgen abgeschlossen sein werden. Heute ist aber soviel passiert, dass es nun doch möglich erscheint. Insbesondere die Elektriker waren heute sehr fleißig. Die Dachunterstandsbeleuchtung und die Sat.anlage wurden montiert.

Mal sehen, was morgen alles passiert. Gut, dass wir Urlaub haben und vor Ort sein können.

Auch unser Gartenbauer war sehr fleißig: Die ersten Steine für die Zuwegung wurden gesetzt. Das Eingangspodest wurde bereits vor einigen Tagen geschüttet.



Mittwoch, 6. Februar 2013

Innentüren, Treppe und ... Endspurt

Inzwischen wurden die Innentüren und die Stufenbelegung der Treppe montiert. Treppe und Türen gefallen uns wirklich gut.

Was insbesondere mich aber richtig nervt, sind die schiefen Wände. Zwischen einigen Türzargen und der Wand ist ein Spalt von rd. 1 cm, durch den man den grünen Montageschaum sehen kann. Laut unserem Bauleiter wären das zwar alles noch normale Toleranzen beim Putzen. Mag ja vielleicht sein, sieht aber trotzdem richtig sch..... aus. Wir haben uns aber heute Morgen diesbezüglich geeinigt: Die sehr großen Spalte werden auf jeden Fall nachgearbeitet. Entweder durch Anputzen oder die Tischlerfirma muss nochmal nachbessern. Die kleineren Spalte werden mit Acryl geschlossen. Eigentlich soll man mit Acrylfugen zwar warten, bis das Haus sich etwas mehr gesetzt hat. Da ich aber bis dahin nicht ständig auf irgendwelche Ritze starren möchte, gehen wir das Risiko ein, die eine oder andere Fuge später nochmal nacharbeiten zu müssen.



Die Haustür ist im wahren Leben weniger leuchtend rot, sondern etwas dunkler. Das Foto verfälscht die Farbe leider.

Heute haben die Maler unser Haus wieder eingenommen, um bis zur Hausübergabe am kommenden Montag die letzten Restarbeiten auszuführen.

Überhaupt Hausübergabe: Im Moment gehen wir davon aus, dass wir zwar eine Übergabe machen, da das Haus im großen und ganzen bezugsfertig ist. Die Abnahme werden wir aber ablehnen wegen der immer noch fehlenden Verfugung und weil der Egalisationsanstrich des Putzes großflächig nachgearbeitet werden muss. Neben den fehlenden Außenarbeiten ist im Moment auch noch eine Liste von über 40 Punkten an Innenarbeiten offen. Einige davon nach unserer Meinung auch nicht ganz so trivial. Unser Bauleiter meint zwar, diese Punkte bis Montag erledigen zu lassen - allein uns fehlt der Glaube, dass das klappen kann! Wir werden sehen.

Sonntag, 3. Februar 2013

Laminat

Da morgen die Innentüren montiert werden, mussten wir dieses Wochenende Laminat legen.

Wir haben uns dafür entschieden, diese Aufgabe selbst zu übernehmen. Laminatlegen bringt uns nämlich eigentlich Spaß, weil man so schön schnell Erfolge sieht. Aber nach drei Tagen und je 10 bis 12 Stunden Arbeit bin ich nur noch fertig und frage mich, wie ich je auf die Idee kommen konnte, Laminatlegen wäre eine lustige Geschichte. Wir sind leider auch nicht wie geplant fertig geworden. 100 m² mit einigen schwierigen Stellen waren dann doch nicht an einem Wochenende zu bewältigen. Aber immerhin haben wir den größten Teil geschafft und dabei sämtliche Türübergänge. Erschwert hat die Arbeit außerdem die Tatsache, dass wir uns für schmales Laminat entschieden haben, da es uns optisch am besten gefallen hat. Aber natürlich sind das rd. 25 Prozent mehr Bretter die verlegt werden müssen.

Hier ein Foto noch relativ vom Anfang. Danach waren wir so im Arbeitswahn, dass es nicht mehr für weitere Fotos gereicht hat.


Freitag, 1. Februar 2013

Wärmepumpe vs. Gasbrennwerttherme

Mal ein kleiner Exkurs zu einem - wie wir meinen - Nachteil von Wärmepumpen, der uns in dieser Form bisher neu war:

Wie viele Bauherren haben wir uns sehr intensiv mit der Heiztechnik beschäftigt und lange überlegt, ob wir uns für eine Wärmepumpe oder doch lieber für die herkömmliche Gasbrennwerttechnik entscheiden sollen. Bei uns ist es letztlich die Gasbrennwerttechnik geworden. Unsere Nachbarn, die ja mit derselben Baufirma bauen, haben sich dagegen für eine Wärmepumpe entschieden. Es handelt sich um eine Abluftwärmepumpe mit zusätzlichem Außenluftmodul.

Ein Nachteil vom dem zumindest wir bislang noch nirgendwo etwas gelesen haben, sind die extrem hohen Stromkosten in der Aufheizphase des Hauses. Die Fertigstellung unserer Bauten (unser Haus und das Haus unserer Nachbarn wurden zeitgleich gebaut) fällt in die Winterzeit. Aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit eigentlich ein idealer Zeitpunkt für die Trocknung des Hauses.

Wie wir jetzt wissen aber ganz und gar kein idealer Zeitpunkt für Wärmepumpen-Besitzer: Da weder das Außenluftmodul noch die Umluftvorrichtung während der Ausbauphase des Hauses und somit der Aufheizphase installiert werden, lief die Wärmepumpe in diesem Zeitraum komplett über die Heizstäbe. Die Aufheizung des Rohbaus erfolgte also zu Einhundert Prozent über Strom. In einem Zeitraum von rd. 6 Wochen sind bei unseren Nachbarn so Stromkosten von rd. 3.000 Euro aufgelaufen. Im gleichen Zeitraum sind es bei uns Strom- und Gaskosten zusammen von insgesamt rd. 600 Euro. Also erheblich weniger bei ungefähr gleichem Raumvolumen und ansonsten identischen Bedingungen (gleicher Bautrockner für denselben Zeitraum etc.).

Die eingesparten Kosten für den Gasanschluss von rd. 1.100 Euro (SH Netz AG), die u.a. immer als einer der Vorteile für eine Wärmepumpe genannt werden, wurden bei unseren Nachbarn also um ein Vielfaches durch die hohen Stromkosten in der Aufheizphase "aufgefressen". Es wird vermutlich einige Jahre dauern, bis man diese Mehrkosten wieder hereingeholt hat.

Ergänzung und Update nach eineinhalb Jahren Wohnen im neuen Haus:


Wir haben gerade mit unseren Nachbarn die Heizkosten verglichen. Dazu muss man wissen, dass unsere Nachbarn ungefähr dieselben Quadratmeter wie wir beheizen, im Gegensatz zu uns aber einen viel genutzten Kaminofen haben und mit diesem ebenfalls heizen und die durchschnittliche Raumtemperatur rd. zwei Grad unter unserer liegt.

Sehr zum Missfallen meines Mannes brauche ich Temperaturen zwischen 23 und 24 Grad um mich wohl zufühlen. Unsere Nachbarn heizen dagegen im deutlich vernünftigeren Bereich auf 21 bis 22 Grad. Laut allgemeiner Infos zum Thema Energiekosten soll ein Grad Raumtemperatur weniger ja ungefähr 6 Prozent Heizkosten sparen. Man würde also erwarten, dass die Heizkosten unserer Nachbarn alleine aus diesem Grund mindestens 10 Prozent unter unseren liegen. Dazu dann noch die Einsparung durch den Kaminofen - und natürlich die angeblich so energieeffiziente Wärmepumpe.

Alles "Pustekuchen": Wir haben fast identische Heizkosten. In den Übergangsmonaten mit moderaten Außentemperaturen ist die Wärmepumpe unserer Nachbarn tatsächlich effizienter (oder vielleicht ist es auch deren Kaminofen). In den kalten Monaten steigen die Heizkosten mit Wärmepumpe aber überproportional an. Im Jahresdurchschnitt haben wir fast identische Heizkosten von knapp 90 Euro im Monat.


Sanitärinstallation, Fliesen und Teppich

Diese Woche haben die Fliesenleger endlich das Bad oben ganz fertig und das Gästebad weitgehend fertig gestellt. Mit den Fliesenarbeiten oben im Bad sind wir sehr zufrieden. Der Fliesenleger hat super gearbeitet und mitgedacht. Alles prima!




Weniger zufrieden sind wir mit den Arbeiten im Gästebad. Hier müssen wir Fliesen nachbestellen, da augenscheinlich für jedes kleine Teilstück eine neue Fliese verschnitten wurde. Das Mosaik ist nicht sehr sauber verlegt und was am schlimmsten ist: Zwei der 60 * 60 cm Fliesen waren gewölbt. Da können zunächst natürlich die Fliesenleger nichts dafür, sondern Villeroy und Boch (eigentlich ein Unding bei den teuren Fliesen!). Sehr ärgerlich ist aber, dass die Fliesenleger die zwei gewölbten Fliesen als ganze Fliesen direkt in Augenhöhe in der Dusche an die Wand gebracht haben. Hätte man die nicht wenigstens irgendwo verwenden können, wo nur ein Teilstück geschnitten wurde?? Dann wäre es vermutlich gar nicht aufgefallen. So sieht man es ziemlich stark. Ein Austausch dieser Fliesen ist leider nicht möglich, da wir keine Fliesen mehr haben und die von uns jetzt nachbestellten aus einem anderen Brand stammen werden. Na toll, ich bin begeistert.

Außerdem sind im Gästebad die Wände krumm und schief. Keine Ahnung, was die Putzer dort gemacht haben. Jetzt müssen noch Wände nachgeputzt werden, da neben den Fliesen Spalte von teilweise fast zwei Zentimeter geblieben sind. Ich hoffe, die bekommen das anständig hin. So werden wir den Raum sicherlich nicht abnehmen.


Rechts ein fieser Spalt :-(


In einigen Räumen oben haben wir außerdem Teppich verlegt. Das war eigentlich zu früh, da die Fliesenleger ja deutlich länger gebraucht haben als geplant und somit noch reichlich Staub angefallen ist. Da in der nächsten Woche aber die Innentüren kommen, müssen wir mit den Bodenbelägen fertig werden und hatten somit nicht so recht die Wahl.