Sonntag, 17. Juni 2012

Kostenvoranschläge und "Gerstenfeld oder Baugrundstück"

In den vergangenen Wochen hat sich wenig getan. Deshalb konnte ich an dieser Stelle nichts berichten. Inzwischen gibt es aber doch ein paar Neuigkeiten, die ich interessierten Lesern des Blogs nicht vorenthalten möchte. So sieht unser Grundstück ganz aktuell aus (von der Straße aus gesehen). Wahnsinn, was ein Weitwinkel aus 760 m² macht....

Das Grundstück kurz vor Abschluss der Mäharbeiten

Die Kostenvoranschläge von Klempner und Elektriker lassen nach nunmehr sechs Wochen immer noch auf sich warten. Dafür hatte der Kostenvoranschlag des Treppenbauers es in sich: Wir haben von Anfang an eine Stahl-/Holztreppe geplant - und dies auch gegenüber der Firma Bauservice Timm und Brinkmann Bauausführung deutlich gemacht. Kalkuliert hat die Herr L. von der Firma Bauservice Timm die Treppe daraufhin mit einem Betrag von 6.000 € und der Einschätzung "damit kommen Sie hin". Nun kauft der Laie nicht täglich Treppen, so dass wir keine Vergleichsmöglichkeit hatten und der Einschätzung der Baufirma vertraut haben. Böser Fehler: Der Treppenbauer möchte von uns 14.700 € haben - also deutlich mehr als das Doppelte des kalkulierten Betrages. Ein zweiter Vergleichs-Kostenvoranschlag eines anderen Treppenbauers liegt mit rd. 13.000 € zwar etwas niedriger, aber immer noch weit über unserem Budget.

Da unser Budget diese Differenz nicht verkraftet hätte, werden wir jetzt auf eine Betontreppe mit Holzbelag umschwenken. Damit geht uns zwar die gewünschte Offenheit verloren, aber immerhin gefällt uns so eine Treppe optisch. Eine reine Holztreppe, die wir vielleicht annähernd mit dem dem kalkulierten Budget bekommen hätten, mögen wir dagegen nicht so gern leiden. Also umfangreiche Planänderungen zu einem Zeitpunkt kurz vor Baubeginn.

Zur Frage des Baubeginns:
Anfang Juli soll es nun endlich losgehen (wenn man denn weiteren Zeitangaben überhaupt noch vertrauten kann/möchte). Bis dahin muss aus unserem Grundstück von einem Gerstenfeld ein bebaubares Grundstück werden. Wie bloß die ganze Gerste loswerden? Weder Grundstücksverkäufer ("gekauft wie besehen" - nur dass zum Verkaufszeitpunkt gar nicht sichtbar war, dass bereits Gerste ausgesät wurde....) noch unsere Baufirma Brinkmann Bauausführungen sehen sich dafür zuständig. Dankenswerterweise haben unsere netten zukünftigen Nachbarn sich um das Mieten eines Hochgrasmähers gekümmert und uns angeboten, in einer gemeinsamen Aktion die Gerste niederzumähen. Gesagt, getan: Da wider Erwarten auch das Wetter super mitgespielt hat, war es eine sehr nette Aktion und man hatte das erste Mal das Gefühl, das Grundstück tatsächlich in Besitz zu nehmen.

Einige Fotos der Aktion:

Picknick auf dem gemähten Nachbargrundstück
Jürgen beim "Trecker"fahren. Der Männertraum...