Sonntag, 13. Mai 2012

Und weitere Verzögerungen....

Da Anfang bis Mitte Juni Baubeginn sein sollte, haben wir in den vergangenen zwei Wochen einen wahren Bemusterungs-Marathon hingelegt: Küchenkauf abgeschlossen, dann weiter zum Elektriker, der Sanitärfirma, Tischler für Türen und Fenster, Treppenbauer und Fliesenauswahl.... Jetzt warten wir auf die Kostenvoranschläge und hoffen, dass uns diese nicht in Schnappatmung verfallen lassen. Bislang waren alle eingehenden Rechnungen noch eins zu eins in unserer Kalkulation enthalten. Ob das auch für die veranschlagten Mehrkosten der verschiedenen Gewerke gilt, ist zurzeit eine spannende Frage.

Leider scheint sich der Baubeginn aber schon wieder zu verzögern. Die Firma "Dein Haus", von der wir das Grundstück erworben haben, hat ein sehr merkwürdiges Verständnis vom Zeitplan. Bei den ersten Kontakten im Spätsommer vergangenen Jahres hieß es noch, die Erschließungsarbeiten würden bis zum Jahresende 2011 abgeschlossen werden. Als sich die ersten Verzögerungen abzeichneten hieß die neue Zeitangabe ca. Februar 2012. Auf jeden Fall sollte einem Baubeginn nach der Winterpause also ca. im März/April nichts im Wege stehen. Schön wäre es gewesen....

Der Beginn der Erschließungsarbeiten ließ dann nämlich auf sich warten, da irgendwelche vorher notwendigen Grundbucheinträge noch fehlen würden. Mitte März tat sich dann aber endlich etwas: Die ersten Bagger und Sandhügel waren zu sehen. Doch leider zu früh gefreut. Anstatt wie ursprünglich veranschlagt nach ca. 6 Wochen sollte die Erschließung erst Ende Mai abgeschlossen sein.

In der letzten Mail der Firma "Dein Haus" hieß es nun, dass irgendwelche Wassertests erst in der zweiten oder dritten Juniwoche abgeschlossen würden und auch diese Zeitangabe ist - natürlich! - ohne Gewähr. Das beste war dann allerdings der Zusatz: "Wir sind sehr gut im Zeitplan" (O-text!!). Klar, wenn man bei jeder Verzögerung als allererstes den Zeitplan neu erstellt und nach hinten verschiebt, liegt auch die Elbphilharmonie in Hamburg noch voll im Zeitplan.

Das Warten geht also weiter!

Freitag, 4. Mai 2012

Küchenkauf

Da wir feststellen mussten, dass der Kauf einer Küche sehr zeitraubend und aufwendig ist, wollten wir das Thema möglichst vor Baubeginn abschließen.

Das Lesen diverser Küchenforen hat uns erst so richtig sensibilisiert, was das Thema Küchenkauf angeht: Alles nicht so einfach, an was man denken kann und sollte..... Auf die marktschreierischen Angebote der großen Möbelhäuser werden wir auf jeden Fall verzichten. Wer glaubt schließlich ernsthaft an einen Rabatt von 50% oder mehr. Da wird der Küchenkauf zum türkischen Basar und dem Kunden bleibt meist völlig unabhängig vom tatsächlich vereinbarten Kaufpreis das schlechte Gefühl, vermutlich doch zuviel zu bezahlen. Außerdem halten wir es für höchst bedenklich, dass einem dort nicht einmal ein schriftliches Angebot ausgehändigt wird. Schließlich geht es um eine Summe, für die man auch einen Kleinwagen kaufen könnte. Das ist zumindest unsere Meinung zu diesem Thema.

Wir haben deshalb verschiedene kleinere und größere Küchenstudios aufgesucht. Das hat uns als allererstes gezeigt, dass wir unser geplantes Budget aufstocken müssen. Zumindest dann, wenn wir unsere Wünsche auch bezüglich der Elektrogeräte umsetzen wollen. Schon allein die Dunstabzugshaube schlägt mit über 2.000 € zu Buche - puh! Aber da wir nicht nur über eine offene Küche, sondern im direkt angrenzenden Wohnzimmer auch über eine offene Galerie zum Obergeschoss verfügen, sind wir an dieser Stelle nicht kompromissbereit. Schließlich möchte man den Essengeruch nicht im ganzen Haus verteilt haben.

Letztlich haben wir uns entgegen unserer ursprünglichen Absicht dann doch dafür entschieden, die Küche bei Küchen Aktuell in Hamburg-Rahlstedt zu kaufen. Zumindest dann entgegen unserer eigentlichen Absicht, wenn man Küchen Aktuell in die Kategorie "große Möbelhäuser" einsortieren möchte. Denn seien wir ehrlich: Sehr viel Unterschied besteht vermutlich nicht, auch wenn man dort keinen Rabatt von 50% und mehr verspricht. Ein schriftliches Angebot bekommt man auf jeden Fall auch nicht.... Außerdem liest man leider in diversen Internet-Bewertungsportalen deutlich mehr Schlechtes als Gutes. Im privaten Umfeld haben wir allerdings auch einiges Gutes gehört. Den Ausschlag hat neben dem Preis die Tatsache gegeben, dass wir bei dem dortigen Küchenberater Herrn F. von Anfang an ein recht gutes Gefühl hatten. Und er hat uns auch gleich ein sehr vernünftiges Angebot gemacht und den türkischen Basar vermieden. Vermutlich war er als Verkäufer gut genug geschult und hat erkannt, dass er uns sonst möglicherweise vertrieben hätte.

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass auch der spätere Einbau der Küche ähnlich angenehm vonstatten geht, wie das Beratungsgespräch. Aber das dauert ja leider noch mindestens ein halbes Jahr :-(

So wird sie aussehen unsere zukünftige Küche:
Ansicht vom Wohnbereich  

U-Zeile mit Arbeitsinsel

Bauantrag

Da es nun bald losgehen soll, haben wir die uns bereits seit einigen Wochen vorliegenden Bauantragsunterlagen beim Amt Siek eingereicht.

Nach rund zwei Wochen dann der Schock: Die untere Bauaufsicht bestätigt den Eingang des Bauantrags und teilt mit, dass man innerhalb von drei Monaten (oder auch sieben Monaten, falls noch Unterlagen fehlen sollten) über unseren Antrag entscheiden werde. Ein Schock ist das deshalb, weil wir in einem Neubaugebiet mit B-Plan bauen und das Genehmigungsverfahren somit innerhalb eines Monats abgeschlossen sein sollte. Drei Monate können und wollen wir auf keinen Fall warten, da das den Baubeginn um weitere Wochen bzw. Monate verschieben würde. Des Rätsels Lösung: Die Baufirma hat ein falsches Kreuz gesetzt und das sogenannte "vereinfachte Bauantragsverfahren" und nicht das "genehmigungsfreie Verfahren" beantragt. Der Sachbearbeiter kann uns aber immerhin beruhigen was die Dauer des Verfahrens betrifft: Er wird den Antrag umgehend bearbeiten und uns sehr kurzfristig die Baugenehmigung zusenden. Das ist inzwischen auch geschehen. Vielen Dank dafür an Herrn Siebel von der unteren Bauaufsichtsbehörde in Bad Oldesloe.

Weniger schön ist die Tatsache, dass uns dieses falsch gesetzte Kreuz rd. 325 € gekostet hat, da das vereinfachte Verfahren doppelt so teuer wie das genehmigungsfreie Verfahren ist. Wir hoffen, dass wir uns bezüglich der Mehrkosten mit der Baufirma einigen können. Schließlich kann man nicht von uns erwarten, dass wir bei einem mindestens 10cm hohen Papierstapel, den sämtliche notwendigen Unterlagen dargestellt haben, jedes Kreuz prüfen - zumal wir den Unterschied zwischen den verschiedenen Verfahren auch erst später erfahren haben. Und außerdem sollte man sich bei diesen Angelegenheiten auf die Kompetenz der Baufirma verlassen können. Schauen wir mal...

Nachtrag vom 13.05.2012: Zwischenzeitlich hat die Baufirma zugesagt, die Mehrkosten zu übernehmen. Darüber freuen wir uns und halten das für ein gutes Zeichen zu Beginn der Zusammenarbeit. Während der Bauphase werden mit Sicherheit noch einige weitere Fehler passieren - schließlich ist das nur menschlich. Die Frage ist ja nur, wie geht eine Baufirma mit Fehlern um. Und das sieht hier wirklich gut aus.

Wann geht es denn endlich los?

Nachdem wir im Dezember vor Weihnachten den notariellen Kaufvertrag unterschrieben haben, warten wir darauf, dass es endlich weitergeht. Im Januar haben wir dann auch die Hypothek "dingfest" gemacht, da wir Angst hatten, dass die Zinsen wieder steigen könnten.

Inzwischen wissen wir, dass die Eile unnötig war. Jetzt, im Mai 2012, sind die Zinsen eher noch etwas niedriger und wir hätten uns die frühzeitige Unterschrift besser gespart. Dann müssten wir für weniger Monate Bereitstellungszinsen zahlen. Aber was soll's, hinterher ist man bekanntlich immer schlauer.

Die Erschließung des Neubaugebietes kann erst beginnen, wenn gewisse Voreintragungen im Grundbuch erfolgt sind. Und das hat leider deutlich länger gedauert als gedacht bzw. als von der verkaufenden Gesellschaft angekündigt.

Nun tut sich seit ca. Mitte April endlich etwas. Die Erschließungsarbeiten sollen Anfang Juni abgeschlossen sein, so dass wir auf einen Baubeginn bis Mitte Juni hoffen.

Die Grundstückssuche

Die Grundstückssuche hat sich als ziemlich schwierig herausgestellt.... Anscheinend hat es im Großraum Hamburg in den vergangenen fünf Jahren viele schöne und nicht allzu weit entfernt gelegene Neubaugebiete gegeben (Neuschönningstedt Robinien, Norderstedt Glashütte"Achtern Born" etc.).
Nur: Leider sind die zwischenzeitlich alle ausverkauft. Schade für uns. Anscheinend sind wir zu spät dran....

Am liebsten wären wir ohnehin direkt in Hamburg geblieben. Es war aber sehr schnell klar, dass wir (insbesondere ich! heul!) uns von diesem Gedanken verabschieden müssen. In Hamburg gibt es leider absolut kein einziges bezahlbares Grundstück in der notwendigen Größe (naja, außer vielleicht direkt in der Einflugschneise - und zwar so direkt, dass man immer den Kopf einziehen müsste, wenn ein Flugzeug über das Grundstück fliegt....)

Allzu weit entfernt von der Stadt sollte es dann aber bitte auch nicht sein - schließlich möchte man nicht jedes Mal Reiseproviant einpacken müssen, wenn man zur Arbeit fährt. Am besten sollte das Grundstück natürlich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein, eine gute Infrastruktur haben (Ärzte - man wird ja nicht jünger - Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants etc.) - und nicht zu teuer und am besten groß und in Feldrandlage sein. Haha, wir suchen also die berühmte "Eier legende Wollmichsau" :-)

Gefunden haben wir dann ein schönes 750 m² großes und bezahlbares Grundstück in Siek im Kreis Stormarn:

Das noch unberührte Grundstück im Sommer 2011
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Unsere eineinhalb Grundstücke in Feldrandlage

Und welche Eier legt nun unsere "Wollmichsau": 
  • Siek ist insgesamt ein sehr ansprechender kleiner Ort.
  • Nähe zur Arbeit und zum Großstadtleben: Noch OK. durch die gute Autobahnanbindung an die A1
  • Einkaufsmöglichkeiten: Ein großer und schöner Edeka direkt im Ort und noch zu Fuß erreichbar!
  • Restaurants: Immerhin zwei. Und Großhansdorf und Ahrensburg sind nicht weit entfernt und dort gibt es ausreichend Möglichkeiten Essen zu gehen
  • Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel: Naja, leider etwas eingeschränkt. Die U-Bahnstationen in Großhansdorf sind zwar nicht weit entfernt, aber nur mit dem Auto oder Bus erreichbar - und der Bus fährt leider nur äußerst selten. Mit dem Auto braucht man aber nur fünf Minuten
  • Ärzte: Sind im Ort vorhanden
  • Feldrandlage: Jaaaaa, das hat geklappt, freu!!!!
  • Und last, aber ganz und gar nicht least (für einige von uns...): Siek hat einen Golfplatz. Und da die Bauherrin sich mit jeglicher Art von Ballspielen immer schon seit der unschönen Erinnerung an Schulsport schwer getan hat, kann es sich bei "einigen von uns" also nur um den Bauherrn handeln. Der hat aber bald keine Ausrede mehr, wenn das Handicap nicht besser wird....

Und hier nach Beginn der Erschließungsarbeiten

Unser Haus

Auf der einen Seite ist es ja toll, sein eigenes Haus gestalten zu können. Auf der anderen Seite sind das auch soooooo viele Entscheidungen, die gut durchdacht werden müssen. Nach vielen Änderungen und schlaflosen Nächten wird es nun so aussehen:

Die Westansicht mit dem großen Erker (Gartenseite)



Die Ostansicht (Eingangsseite)

Am allerliebsten hätten wir ja ein Flachdachhaus im Bauhausstil gebaut. Leider hat der Bebauungsplan aber weder das Flachdach noch die zweigeschossige Bauweise zugelassen (zumindest nicht in Feldrandlage). Naja, ohne Kompromisse geht es wohl nicht. Letztlich dürfte die Satteldachvariante aber insgesamt auch günstiger ausfallen und da Geldausgeben beim Hausbau ja leider so gar kein Problem darstellt, ist das wohl auch gut so.

Grundriss EG
Grundriss OG



Wir suchen einen Generalunternehmer

Entschieden haben wir uns letztlich für folgende Baufirma:


BauService Timm GbR & Brinkmann Bauausführung GmbH


Gründe für die Entscheidung:
Sehr zugesagt hatten uns zunächst die guten Bewertungen und die kurze garantierte Bauzeit der Firma Viebrock. Leider hat sich bereits nach einem ersten Beratungsgespräch herausgestellt, dass wir in Bezug auf die Heiz- und insbesondere die Lüftungstechnik nicht zueinander kommen werden. Viebrock bietet lediglich eine dezentrale Belüftung an (zumindest war das im Sommer 2011 noch so), was für uns auf keinen Fall in Frage kam. Auch eine Wärmepumpe, die sinnvoll mit der von uns gewünschten zentralen Wohnraumbelüftung kombiniert werden könnte, hatte man dort nicht im Programm - zumindest nichts, was uns sinnvoll erschienen wäre.... Schade eigentlich, aber damit war Viebrock für uns raus.

Nach diversen Beratungsgesprächen und Angeboten weiterer Baufirmen hat uns eine Kollegin die Firma Bauservice Timm empfohlen. Freunde von ihr hatten vor kurzem mit dieser Firma gebaut und waren sehr zufrieden. Das Hauses dieser Freunde hat uns von der Bauausführung sehr gut gefallen (natürlich soweit man das als Laie nach einer Besichtigung beurteilen kann).


Wir haben deshalb einen Termin mit dem Verkaufsberater Herrn L. in deren Musterhaus in Glinde bei Hamburg vereinbart. Auch dieser Termin und die vielen nachfolgenden sind im Wesentlichen sehr zufriedenstellend verlaufen. Nachdem wir uns dann auch auf einen aus unserer Sicht vernünftigen Preis für das von uns gewünschte Haus einigen konnten, stand die Entscheidung für uns fest.

Die Häuslebauer

Wir, das sind Jürgen (52) und Nicole (45) aus Hamburg.


Hier vor unserem Grundstück. Leider ist noch nicht viel zu sehen, da erst die Erschließungsarbeiten abgeschlossen werden müssen bevor wir mit dem Bau beginnen können.